Kältefeuer in den Weinbergen von Schloss Wackerbarth

Einige haben es ja bereits auf meiner Facebookseite gesehen: Vergangene Woche war ich frühs im Morgengrauen auf den Weinbergen von Schloss Wackerbarth. Nein, ich leide nicht unter Schlafstörungen, vielmehr wollte ich den Winzern bei ihrer Arbeit zuschauen. Normalerweise arbeiten die um diese Uhrzeit eher selten, doch das Polartief der letzten Woche machte es nötig, die jungen Knospen der Weinreben gegen Frost zu schützen. Dazu zündeten die Winzer  in den Nächten kleine Schwelfeuer in den Weinbergen an, deren Rauch für eine zwar nur minimale aber dennoch ausreichende Erhöhung der Temperatur der bodennahen Luftschichten sorgt.

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Traminer-Pflanzung am Radebeuler „Goldenen Wagen“ 2017

In der Radebeuler Premium-Weinlage „Goldener Wagen“ direkt unterhalb des Bismarckturms wurden in den vergangenen Monaten mehrere Weinbergterrassen inklusive Trockenmauern umfangreich saniert. In wenigen Tagen sollen dort nun rund 1.000 neue Traminer-Rebstöcke gepflanzt werden. Der „Goldene Wagen“ liegt direkt im Herzen des Denkmalschutzgebietes „Historische Weinberglandschaft Radebeul“. Erstmals erwähnt im 13. Jahrhundert, ist der Weinberg seit Anfang des 18. Jahrhunderts unter seinem heutigen Namen bekannt. Mit bis zu 400 Jahre alten Terrassenmauern zählt er zu den eindrucksvollsten Weinbergen des Elbtals. Das besondere Potenzial dieser Lage wusste bereits August der Starke zu würdigen und erhob sie zur königlichen Weinbergslage. Noch heute reifen hier die Spitzenweine von Schloss Wackerbarth, unter anderem auch der Traminer, der auf eine mehr als 240-jährige Tradition zurückblicken kann. Hier, an den neu gepflanzten Weinstöcken werden erstmals 2020 Trauben geerntet werden können.

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Osterkunstmarkt auf Schloss Wackerbarth

Am letzten Wochenende lud das Manufakturhaus Meißen und Schloss Wackerbarth zum zweiten Osterkunstmarkt auf das Weingut ein. Bei zum Teil strahlendem Frühsommerwetter präsentierten  55 Kunst- und Genusshandwerker, Designer und Manufakturisten aus ganz Deutschland traditionelles Osterbrauchtum, Kunsthandwerk, Designer-Mode sowie florale und kulinarische Kreationen.

Viele Aussteller ließen die Besucher bei der Herstellung ihrer Produkte zuschauen, so wie an diesem Stand, wo aus Ein- oder Zwei-Euro Münzen filigrane Kunstwerke entstehen, oder, ein bisschen robuster hier im Außenbereich, wo auf einer historischen, noch mit Muskelkraft betriebenen Drechselbank kleine Kunstwerke aus Holz entstehen.

Im Mittelpunkt standen natürlich Osterdekorationen, allen voran natürlich Ostereier in sämtlichen Größen und Gestaltungsvariationen vom Sorbischen bis hin zum Rumänischen. Interessierte Besucher konnten diese nicht nur bewundern, sondern erfuhren auch so manch Wissenswertes über deren Geschichte.

Ob es nun der Ostermarkt war, der die Besucher vor allem am Sonntag auf das Erlebnisweingut zog oder die ersten Sonnenstrahlen – man weiß es nicht. Was man weiß, ist, dass der Markt in diesem Jahr wesentlich mehr Besucher anlockte als im Vorjahr. Bei strahlendem Sonnenschein genossen die Besucher den einen oder anderen erlesenen Wein auf den üppig gefüllten Weinterrassen oder probierten eine der erlesenen Tropfen bei der Raritätenprobe.

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Neues aus den Radebeuler Bädern

Es ist das Thema derzeit in Radebeul. Was passiert gerade mit den Radebeuler Bädern? Am Dienstagmorgen stand mir Sportstättenchef Titus Reime bei einem ausführlichen Interview Rede und Antwort auf viele Fragen, die derzeit die Radebeuler Öffentlichkeit bewegen, so zum Beispiel, wie es in diesem Jahr mit dem Lößnitzbad weitergeht, welche Neuerungen es im Bilzbad geben wird aber auch, wie der Stand der Dinge im Krokofit und in der Schwimmhalle ist.

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Biergarteneröffnung bei Skopi´s am 1. April

Ist das nun Radebeul oder ist das nun Coswig? Beides ist richtig, denn der legendäre Biergarten der Familie Skopi liegt direkt auf der Stadtgrenze und könnte aufgrund seiner langjährigen Tradition und seines Bekanntheitsgrades ein Aushängeschild, sowohl für Coswig als auch für Radebeul sein, wenn gleich er verwaltungsrechtlich zu Coswig zählt. Seit über 50 Jahren bewirtschaftet Familie Skopi jetzt das nur noch rund 2 Hektar große Areal – einen Teil mussten sie der neuen Staatsstraße opfern -, erst als Gärtnerei, jetzt als Biergarten, der am 1. April nach einer Zwangspause wieder eröffnet wurde. Chefin Kerstin Skopi freute sich an diesem Morgen bei strahlendem Frühlingswetter riesig auf die Gäste, die dem Familienunternehmen auch während der Winterpause die Treue hielten.

Sohn und Küchenchef Philipp Skopi sowie ein achtköpfiges Team, darunter auch zwei behinderte Mitarbeiter, versorgen hier bei jedem Wetter täglich ab 11:00 Uhr die Gäste, welche den Biergarten nicht nur über den anliegenden Radweg erreichen, sondern auch eigens mit dem Auto anreisen. Bei Regenwetter stehen überdachte Plätze zur Verfügung, insgesamt bieten rund 300 Sitzmöglichkeiten Platz für ein kühles Bier oder einen feinen Wein, das Ganze inklusive einem traumhaften Blick über die Elbe. Nicht nur mit Getränken kann der Elbgarten punkten, bei der Zubereitung der Speisen legt Chefkoch Philipp Skopi Wert auf Frische und Regionalität. So kommen Obst und Gemüse über die Firma Klunker von einheimischen Bauern, Fleisch und Wurst von der Fleischerei Klotzsche, die Eier aus Großenhain, der Wein unter anderem von der Hoflößnitz oder dem Weingut Aust. Trotzdem sind die Preise sehr moderat, obwohl der Familienbetrieb im Rahmen der Wiedereröffnung rund 15.000 Euro in neue Technik investiert hat. Und weitere Investitionen sind geplant, so zum Beispiel ein Neubau als Voraussetzung für eine ganzjährige Öffnung. Außerdem soll noch ein Kinderspielplatz und ein Beachvolleyballplatz entstehen. An der Stelle schon mal ein kleiner Veranstaltungstipp: Am 30. April gibt´s im Elbgarten ein Walpurgisfeuer, am darauffolgenden 1. Mai spielen nachmittags die Poisentaler Blasmusikanten.

Also, schauen Sie mal vorbei!

 

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Whisky-Festival in Radebeul

Am vergangenen Wochenende fand in den Räumlichkeiten und dem Biergarten des Hotels “Goldener Anker” das diesjährige, nunmehr 8. Whisky-Festival statt. Mehrere tausend Besucher aus ganz Deutschland reisten zum Teil busweise an, um hier, bei herrlichstem Frühlingswetter und musikalischer Untermalung durch eine Dudelsackband aus unzähligen Whiskys auszuwählen und direkt zu probieren. Anstehen war leider stellenweise angesagt, da man aber etwas Hochprozentiges in dem im Eintrittspreis von sieben beziehungsweise neun Euro enthaltenen Probierglas hatte, konnte dies die Stimmung nicht trüben. Mehrere Dutzend Aussteller präsentierten ihre Spezialitäten, am Rande wurden für interessierte Besucher auch 12 verschiedene Seminare angeboten. Veranstaltet wurde das Whiskey-Festival von Grit Morgenstern, der Inhaberin der Whiskyladens auf der Bahnhofstraße in Zusammenarbeit mit der Schmiede, der Kneipe in Sachen Whisky.

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Schneereicher Januar 2017 ….

Der Winter verwöhnt uns dieses Jahr. Den ganzen Januar über eine geschlossene Schneedecke – das kommt nicht oft vor hier im Elbtal. Nachts, im warm-weißen Schein der Straßenbeleuchtung erscheint einem dann alles so still und friedlich, auch am Bahnhof in Radebeul-Ost. Hier, wo alt und neu Gleis an Gleis nebeneinander liegen, finden sich zu dieser Jahreszeit mit die schönsten Motive.

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Prolog zum Jahreswechsel

Sie kommen ganz leise. Meist schon kurz nach Weihnachten. Wie kleine Fressmaden gieren sie sich heraus aus meinem Unterbewusstsein, hinein in meinen Hypocampus, und ich merke, wie sie immer mehr Besitz von mir ergreifen, je mehr sich das Jahr dem Ende nähert.

Ich hasse Silvester. Ich hasse die Menschen, die sich selbst mit guten Vorsätzen überschütten und unter der selbst-auferlegten Last nach spätestens 14 Tagen zusammenbrechen. “Ich hör auf mit rauchen”, höre ich sie sagen. Oder “ich trinke weniger Alkohol”. Oder der Klassiker “Ich muss unbedingt abnehmen”. Da wird noch schnell die letzte Kiste “Mon Cherie” von Weihnachten durch die gierigen Lefzen gezogen, während im Hintergrund im Fernsehen schon wieder der verschwitzte Tanzlehrer aus dem Osten seinen Fitnesskurs anbiedert. Warum tun sie das? Ist der Jahreswechsel wirklich so ein magischer Moment? Ein Zeitpunkt, noch einmal von vorn anzufangen? Warum eigentlich noch einmal von vorn anfangen? Hat man denn bisher alles falsch gemacht, was jetzt, wo die biologische Uhr geringfügig schneller tickt, noch ganz schnell revidiert werden muss?

Das Jahr hat nur noch wenige Stunden. Auch ich fange langsam an, über Veränderungen nachzudenken. Es war nicht alles richtig im alten Jahr. Es war aber auch nicht alles falsch. Gute Vorsätze? Für wen? Für mich? Warum? Was sollte denn verbessert werden? Der Job vielleicht? Nun gut, dort könnte man mal ansetzen. Von innen sieht ein Hamsterrad auch aus wie eine Karriereleiter. Was solls.

Dunkel ist es geworden. Menschen, die das ganze Jahr darüber jammern, dass sie mit ihrem Gehalt nicht über die Runden kommen, jagen Unmengen an Raketen in den noch viel zu jungen Nachthimmel. Wenn ich dann später das Salzbergwerk verlasse, muss ich mir sicher wieder meinen Weg bahnen, durch Unmengen von Schöpfungsteilnehmern, denen der bewusste Umgang mit Alkohol ein Fremdwort ist; morgen früh dann sicher das Gleiche. Das bringt mich zurück, zu meinem ursprünglichen Gedanken. Wieso ist Silvester für so viele Menschen so etwas besonderes? Liegt es an mir? Ist mir das Gespür für diesen scheinbar pseudo-rituellen Moment abhanden gekommen?

Ich glaube nicht. Ich weiß, was ich im nächsten Jahr ändern werde. Nichts. Alles ist gut so wie es ist. Ich bin glücklich, mit dem was ich hab. Ich habe Freunde, auf die ich mich verlassen kann. Ich habe Eltern, die mich lieben und die ich liebe. Man muss nicht unbedingt versuchen, alles zu verbessern, manchmal ist es einfach gut so, wie es ist.

 

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Der Tharandter Wald – Das Wanderparadies südlich von Dresden

Kurzer Hand hab ich heute morgen meine Tasche geschnappt und mal den Tharandter Wald besucht. Eine unendliche Vielzahl von Wanderwegen durch alte Laub- und Mischwälder verzaubern gerade jetzt im Herbst durch ihre bunten Farben. Ausgangspunkt war die ehemalige Burgruine und auch wenn von der Burg nicht mehr viel übrig ist, beeindruckt die exponierte Lage durch einen fantastischen Rundblick über die Täler und Weiten. Eine kleine Fotozusammenstellung gibt´s in der Galerie.

sb-tharandt

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